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INDIEN | Heart of India - Indiens goldene Mitte - studienreisen.ruefa.at

INDIEN | Heart of India - Indiens goldene Mitte

Dauer 16 Nächte
ab € 3790
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Große Teile der zentralen Landschaften des kulturellen Großkonglomerats Bharat/Indien sind in der westlichen Wahrnehmung viel weniger präsent als der Norden und der tiefe Süden, waren aber ebenso prägend für die Landesgeschichte. In diesem Mosaik von Kulturlandschaften entsteht die indische Tempelarchitektur aus Stein, die Grammatik bzw. die ‚Sprache‘ der indischen Verzierungskunst wurde hier ausformuliert. Buddhistisches Erbe ist vielerorts erhalten geblieben. Hier liegen auch zentrale Kultorte der Jaina-Religion. Die Reise führt von Bangalore in breitem Bogen nach Norden, berührt Hauptorte der Hoysala- und Vijayanagar-Epoche, Gedenkorte der muslimischen Herrschaft im mittleren Süden Indiens, die ehemalige Vorzeige Kolonie Portugals Goa, das britische Nachfolgeprojekt Mumbai/Bombay und die Weltberühmten Fels- und Höhlenformationen von Ellora und Ajanta.

 

Leistungen

  • Linienflüge Wien – Bangalore und Aurangabad – Wien (Air India, jeweils über Delhi in der Economy Class)
  • Inlandsflüge Goa – Mumbai, Mumbai – Aurangabad (ebenfalls Air India und in der Economy Class)
  • Flughafen- und Sicherheitsgebühren (dzt. € 258,-)
  • Rundreise im klimatisierten Reisebus
  • 15 Übernachtungen in 3*-5* Hotels; in Goa im 5* Zuri White Sand Beach Resort
  • Verpflegung laut Programm: 15x Frühstück, 15x Abendessen
  • Besichtigungen und Eintritte laut Programm (Bangalore, Palast und Gärten; Somanathapura; Palast von Mysore; Sommerresidenz in Srirangapatnam; Heiligtum in Sravanabelgola; Tempelanlagen von Belur und Halebid; archäologische Zone von Vijayanagar, Aihole, Pattadakal; Tempel von Badami; Gol Gumbaz in Bijapur, Gewürzgarten Ponda, monumentale Zone Goa, Höhlentempelkomplexe von Elephanta, Ajanta und Ellora)
  • Elektronische Reiseunterlagen
  • Qualifizierte deutschsprachige Studienreiseleitung: Dr. Gerfried Mandl
  • E-Visum für Indien
  • Trinkgelder
 

Reiseverlauf

Bangalore ist durch sein Hochschulnetzwerk und die hohe Konzentration von High Tech-Unternehmen zu einer der wirtschaftlich bedeutendsten Städte des Landes aufgestiegen. Die Stadt und ihr Umland wird deswegen gerne als indisches Silicon Valley bezeichnet. Vormals war Bangalores Bedeutung regionaler: Residenzstadt Tipu Sultans, der in Kooperation mit Frankreich (dem royalistischen wie dem revolutionären) im späten 18. Jh. versuchte, dem englischen Herrschaftsausbau entgegenzutreten. Wir besichtigen das Stadtzentrum, besuchen Tipu Sultans Palastkomplex und sehen die ‚Rubin-Gärten‘ Lal Bagh.
Auf der Fahrt nach Mysore besuchen wir Somanathapura, tauchen dabei in die Kultur der Hoysala-Epoche (11. bis 13. Jh. n. Chr.) ein. Der Vishnu-Tempel ist ein Musterbeispiel der Hoysala-Architektur - sternförmiger Grundriss, gleichförmiger Ornamentüberzug – und als solcher ein Augenschmaus. Weiterfahrt nach Mysore, hier residierten Maharajas von Britannias Gnaden. Englischer Einfluss überall, selbst der Architekt des neuen Residenzpalastes war Engländer. Was hier nach einem Großbrand im Stile eines Hyperhistorismus und in Märchenschlossmanier neu entstand, das gehört zu den wichtigsten Bauten seiner Art auf dem Subkontinent.
Fahrt nach Srirangapatnam, Festungsstadt und Sommerresidenz eines uns nun schon Altbekannten. Wir treffen hier Tipu Sultan wieder, wandeln durch sein Lustschloss. Dann Besichtigung eines Ortes, an dem Religionsgeschichte geschrieben wurde. Sravanabelgola ist der Ankerpunkt des Jaina-Glaubens. Auf dem heiligen Berg befindet sich die größte aus einem Stein gehauene Statue Indiens. Sie verkörpert Bahubali, der 12 Jahre lang stehend meditierend zugebracht und so wesentliche Einsichten der Jaina-Religion empfangen haben soll. Übernachtung in Hassan.
Höhepunkte mittelalterlicher indischer Baukunst stehen heute auf dem Programm. Für viele Fachleute zählen sie zu den besten architektonischen Schöpfungen des Subkontinents. In Belur ist es der Chennakeshvara-Tempel, in Halebid der Hoysaleshvara-Tempel. Gerade die Möglichkeit zu vergleichen, ist hier wichtig. Man sieht die Entwicklungstendenzen, kann Bauschulen unterscheiden. Die Hoysala-Epoche war bauwütig, ca. 650 Großtempel in ungefähr 300 Jahren Herrschaft. Aber trotz der Masse überrascht die Qualität immer wieder aufs Neue.
Bei Hampi hat sich die ausgedehnte archäologische Zone der Vijayanagar-Hauptstadt erhalten. Wir reisen nach den Hoysalas nun in die Folgeepoche. Nord- und Südteil der Anlage werden gerne als Heilige und Königliche Stadt bezeichnet. Das Ensemble aus Tempeln, Wohnanlagen und Nutzbauten (z.B. Elefantenställen) der letzten einheimischen Großdynastie gehört zu den wichtigsten archäologischen Stätten Indiens. Abgesehen von den Objekten ist auch die Lage zwischen den Hügeln sehr pittoresk. Wir beginnen die Besichtigung des faszinierenden Areals am Anreisetag und setzten sie am Folgetag fort.
Neuer Tag, neue Epoche, diesmal eine der mittelindischen Frühzeit. Damals schafften es die Chalukyas große Teile des Dekkans und Mittelindiens unter ihrer Herrschaft zu halten (Hochzeit zwischen dem 6. bis 8. Jh. n. Chr.). Sie waren wichtige Schrittmacher indischer Kunstgeschichte. Wir besichtigen Aihole und Pattadakal. Die eine war ihre alte Haupt- und Residenzstadt, sie besitzt den ältesten datierten Steintempel Indiens, die andere war heiliges Zentrum, Ort göttlichen Segens und Krönungsstadt. Übernachtung in Badami.
Nach der Besichtigung der Grotten- und Ufertempel von Badami Fahrt nach Bijapur. Als Zentralort war Bijapur bis 1686 von größter Bedeutung. Dort residierenden Sultane ließen sich in teilweise aufwendigsten Mausoleen bestatten. Besonders schön ist dasjenige Mohammed Adil Shahs, heute als Gol Gumbaz („runde Kuppel“) bekannt.
Heute Fahrt durch die nordwestlichsten Regionen Karnatakas in das indische Küstengebirge. Dort befinden sich wichtige Anbaugebiete für Gewürzpflanzen (u.a. die aus Amerika übernommene Vanille). Wir besichtigen bei Ponda einen Gewürzgarten. Anschließend Weiterfahrt nach Goa, die ehemalige portugiesische Kolonie, noch immer eine glänzende Perle.
Goa war der portugiesische Fuß in der indischen Hohen Pforte. Im 20. Jh. wurde es für viele Europäer erneut zu einem tropischen Sehnsuchtsparadies. Goa ist heute eine Vorzeigedestination des internationalen Tourismus. Alt-Goa ist schön, liegt schön und ist mehr als sehenswert. Das sakrale Erbe ist wunderbar erhalten (neben der Kathedrale z.B. die Bom Jesus, die historisch so wichtige Jesuitenkirche); wir besichtigen weiters den Stadtteil Panaji und das Fort Aguada.
Tag zur freien Verfügung. Zeit für Badefreuden oder Fortsetzung der Besichtigungen in Goa und Umgebung.
Am Vormittag Flug nach Mumbai und Stadtbesichtigung. Mumbai, das alte Bombay, ist als britische Vorzeige-Verwaltungsmetropole geplant und insofern auch als Weiterentwicklung des portugiesischen Modells Goa zu sehen. Wir beginnen stilgerecht am Ehren-Triumphbogen ‚Gateway to India‘, dem britischen Tor nach Indien, eine mächtige architektonische Geste der neuen Herrscher; sehen den viktorianischen Bahnhof (noch mächtigerer Fingerzeig britischer Dominanz), fahren den Marine Drive entlang, besuchen die zentralen Parks und Plätze. Mumbai hat als Metropole neben seiner lichten auch eine ausgeprägte Schattenseite, große Armen- und Zuwandererviertel, die sich um die Kernstadt legen.
Am Vormittag Ausflug zur Elephanta-Insel, zu den berühmten, atmosphärisch-mystischen Höhlentempeln mit dem Großrelief des dreiköpfigen Shivas. Am Nachmittag Flug nach Aurangabad. Ausgangspunkt für die Ausflüge der nächsten beiden Tage.
Zur Blütezeit des Buddhismus in Indien entstanden hier ab dem 2. Jh. v. bis ins 7. Jh. n. Chr. ca. 29 größere Höhlentempel, Bilderhäuser, die durch ihre Wandmalerei prunken. Also durch eine in diesen Breiten sehr selten erhaltene Kunstgattung, die hier zusätzlich fasziniert durch ihre stilvolle Gestaltung und den freudigen Erzählduktus des Bilderreigens. Ajanta ist ein Ort von größter kunstgeschichtlicher Bedeutung.
Indiens kulturelles und religiöses Ringen über die Jahrhunderte steht einem an den Felshängen Elloras so anschaulich wie kaum anderswo vor Augen: Zu den älteren buddhistischen Kulthöhlen gesellen sich im Laufe der Zeit brahmanische und jainistische Anlagen. Einzigartig und zurecht weltberühmt ist der aus dem Felsen gehauene Kailash-Tempel – ein Solitär im wahrsten Sinne des Wortes. Nie wieder wurde danach vergleichbares in Indien versucht. Elloras Tempellandschaft ist ein archäologisches Gesamtkunstwerk.
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Preistabelle

Termine & Preise

12.02 - 28.02.2026 Doppelzimmer € 3.700,-
12.11 - 28.11.2026 Doppelzimmer € 3.790,-
Einzelzimmerzuschlag € 970,- ; € 980,-

Gut zu Wissen

Teilnehmerzahl: 15 bis max. 23 Personen

Stornobedingungen

Gilt für Gruppenpauschalreisen von Ruefa Kultur- & Studienreisen:
bis 30. Tag vor Reiseantritt 20%
ab 29. bis 15. Tag vor Reiseantritt 50%
ab 14. bis 4. Tag vor Reiseantritt 85%
ab 3. Tag (72 Std.) vor Reiseantritt undbei No-Show (siehe 7.1. lit. d) 100% des Reisepreises.

 
 
 
 

Buchung

Reisende
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