Direkt zum Hauptinhalt
ITALIEN | Umbrien und Südtoskana - studienreisen.ruefa.at

ITALIEN | Umbrien und Südtoskana

Dauer 7 Nächte
ab € 2400
3

In Italiens Mitte greifen zwei der bedeutendsten Kunst- und Sehnsuchtslandschaften der europäischen Geschichte ineinander: die Toscana der Hügel, Einzelgehöfte und Zypressen auf der einen, und das sich durch Burg- und Residenzstädte auszeichnende, sich entlang der Apennin-Talungen ausbreitende Umbrien auf der anderen Seite. Wer hier reist, der und die nährt Aug, Geist und Körper. Selten findet man die Besonderheiten eines Landes, die Wirtschaftsformen, das, wie man lebt, arbeitet, wohnt, isst, oder wie man einst durch Bauen repräsentierte, so harmonisch zusammenwirkend nebeneinander und einander ergänzend wie hier. Alles scheint einem sanften Gesetz folgend alle Sinne ansprechend. Unsere Reise beginnt am Meer, in der Maremma, besucht das Orcia-Tal und die ‚Alte Stadt‘ (urbs vetus - Orvieto). Von Perugia im Norden der Valle Umbra besuchen wir die Gegend um Arezzo, Gubbio und das schon zu den Marken zählende Urbino. Assisi und Spoleto im Süden Umbriens stellen neben Todi, das wir gegen Ende der Reise besuchen, weitere Höhepunkte dieser Reise dar.

 

Leistungen

  • Linienflüge Wien – Rom – Wien (Austrian Airlines)
  • Flughafen- und Sicherheitsgebühren
  • Rundreise im bequemen Reisebus
  • 7 Übernachtungen zentral gelegenen Hotels der 3* und 4* Kategorie (1 Nacht in Grosseto, 1 Nacht in Orvieto, 4 Nächte in Perugia)
  • Verpflegung lt. Programm (7 x Frühstück, 1 x Abendessen)
  • Besichtigungen und Eintritte laut Programm (Giardino dei Tarocchi, Dom Orvieto, Perugia Collegio del Cambio, San Francesco Arezzo, Madonna del Parto Monterchi, Palazzo Ducale Urbino)
  • Digitale Reiseunterlagen
  • Audiosystem
  • Qualifizierte Studienreiseleitung
 

Reiseverlauf

Früher Flug nach Rom und Fahrt die Via Aurelia entlang in die südliche Maremma. Die Gegend hat ihren Namen durch die Meer Nähe gewonnen (Provincia Marittima). Einst war sie als Malaria-Gebiet gefürchtet aber dennoch eine wichtige Winterweide für die großen Schaf- und Rinderherden. Heute ist sie eine Hauptregionen des sanften Tourismus in Italien. Wir besuchen den weltberühmten Tarockgarten der Ausnahmekünstlerin von Niki de Saint Phalle mit seinen überdimensionalen, bunten Großplastiken. Am Nachmittag stoppen wir im schönen Küstenort von Talamone, einst eine wichtige Etrusker-Siedlung, wie der Fund des Skulpturenprogramms eines Tempelgiebels beweist. In Grosseto unternehmen wir am späteren Nachmittag noch einen Stadtspaziergang zum Dom und zur Franziskanerkirche, wo sich ein Kreuzgemälde Cimabues befindet.
Der Tag beginnt mit einer Panorama-Fahrt um die Halbinsel des Monte Argentario herum. Von dieser hat man bei klarem Wetter einen wunderschönen Ausblick auf das Tyrrhenische Meer und die Giglio Insel direkt gegenüber. Nach einem Stopp und kurzen Spaziergang in die Hafenstadt Porto Santo Stefano, Fahrt ins Hinterland in die Gegend der Tuffstädte auf den weitgefächerten Abhängen des Monte Amiata, genauer nach Pitigliano. Hier residierte lange eine Nebenlinie aus dem Haus der Orsini und verwandelte die alte Etruskersiedlung in eine wunderbar anzusehende Burgstadt des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Unter dem Schutz der Orsini von Pitigliano konnte sich hier selbst eine kleine jüdische Gemeinde niederlassen. Über den See von Bolsena und seinen Großkrater erreichen wir den Ostrand des mittelitalischen Tuffgebietes, wo vielleicht die schönste der auf einem Tuffplateau errichteten Städte thront: Orvieto. Wer sich der Stadt von Westen nähert, wird mit einem der sicherlich schönsten Panoramen belohnt, die Italien zu bieten hat, was die Rahmung einer schön gelegenen Stadt durch Landschaft betrifft. Übernachtung im Stadtzentrum von Orvieto und Abendspaziergang durch das Zentrum.
Wir beginnen den Tag mit der Stadtbesichtigung Orvietos, der Schönen auf dem Felsen, sehen die Reste der alten Geschlechtertürme, den Hauptplatz und vor allem den spektakulären Dom mit der Sakraments- und der San Brizio-Kapelle mit der weltberühmten Freskenausstattung Luca Signorellis. Am Nachmittag Fahrt ins nahe Orcia-Tal, wo für viele die Toskana am schönsten ist. Wir besuchen den kleinen Kurort von Bagno Vignoni mit der direkt in einem Becken im Ortszentrum schüttenden Thermalquelle und im Anschluss das alte Corsignano, welches von Pius II. in Pienza, in Pius-Stadt, umbenannt wurde. Der Dom wurde nach Architekturen gestaltet, die er am Hofe Friedrichs III. in Österreich weilend gesehen hatte und hier nachgestaltet haben wollte. Die Aussicht von Pienza auf den Monte Amiata und das Orcia-Tal ist überwältigend schön. An Montepulciano und Chiusi vorbei geht es nach Perugia. Unser Standquartier für die folgenden Tage.
Perugia ist auf seinen vielen Hügeln sicher einer der schönsten mittelalterlichen Städte der Welt. Allein der Blick von den Terrassen vor dem Rathaus auf das Valle Umbra ist anregend, lädt zum Bewundern ein und hatte in der Vergangenheit schon Dichter wie Giosuè Carducci inspiriert. Wir sehen das alte Rathaus mit seinem Sitzungssaal, den berühmten Großbrunnen mit seinen Reliefs, den Dom und spazieren zur Kirche von S. Francesco, welche eine sehr schöne Renaissance-Fassade aus der Werkstatt Agostino di Duccios aufweist. Für diese Kirche hat Raffael seine, sich heute in der Galleria Borghese befindliche, berühmte Grablegung gemalt, deren Anlass zur Entstehung die Bluthochzeit von Perugia war, das Massaker zweier verfeindeter Adelsfamilien. Wir besichtigen auch das Collegio di Cambio, welches P. Perugino, kein Sohn der Stadt, aber nach ihr benannt, mit wunderbaren Fresken ausschmücken hat können.
Spoleto, die alte Hauptstadt eines langobardischen Herzogtums, liegt mehr als günstig für eine Talsperrende Burgstadt. Die Festung überragt noch heute das urbane Zentrum. Um den Burgberg herum führt ein sehr schöner Spazierweg, welcher einen guten Blick auf das Brücken-Aquädukt erlaubt. Diese ist eine bauliche Meisterleistung des Mittelalters und wurde schon von Goethe nachdenklich bewundert. Der Dom von Spoleto hat eine der schönsten romanischen Fassaden im umbrischen Stil, von Filippo Lippi die wunderbare Freskenausschmückung der Apsis erhalten. Renaissance-Malerei tritt einem hier in ihrer schönsten Form entgegen. Die Strahlkraft der Farben ist durchdringend, ein einprägendes Erlebnis. Am Nachmittag Besuch Assisis. Etwas ausführlicher als dies Goethe tat (er stürmte zum antiken Tempel auf dem Hauptplatz und ließ alles Mittelalter verächtlich links liegen). San Francesco mit der Unterkirche und dem Giottesken Bildzyklus in der Oberkirche zählt nach den Widerherstellungen nach dem Erdbeben wieder zu den wichtigsten Kultbauten der Christenheit. Im Anschluss Spaziergang zum Hauptplatz der Stadt und weiter zur Kirche S. Chiara, danach Rückfahrt nach Perugia.
Fahrt durch das Chiana-Tal in die Südost-Toskana nach Arezzo, der Heimat F. Petrarcas und Giorgio Vasaris. Hier befand sich schon in der Antike ein wichtiges urbanes Zentrum (die Bronze-Chimäre in Florenz wurde hier gefunden, Arretinische Schalen, die sog. Terra Sigillata, wurde hier in großem Stil produziert). Wir besichtigen den Chor der Franziskaner-Kirche mit den berühmten Fresken Pieros della Francesca – ein Meilenstein der Renaissance-Freskenmalerei. Über den Hauptplatz und vorbei an der romanischen Stadtpfarrkirche erreichen wir den Dom auf dem Hügel über der Stadt mit sehr guten Ausstattungsstücken (u.a. Glasfenstern von G. de Marcillat). Eines der berühmtesten Bilder Pieros della Francesca befindet sich im kleinen Dorf Monterchi und stellt die schwangere Madonna zwischen zwei Engeln dar: die Madonna del Parto. Über Città di Castello, wo vor längerer Zeit die Karriere Raffaels eigentlich ins Rollen und viel später im frühen 20. Jh. A. Burri auf die Welt kam, unternehmen wir einen kurzen Stadtspaziergang und erreichen am Abend wieder Perugia.
Fahrt in den zentralsten Bereich des mittleren Apennins: Hier liegt Gubbio, weltberühmt durch seinen ‚Kerzenlauf‘ und durch seine terrassenförmig angelegte Stadtstruktur mit dem ‚schwebenden‘ Stadtplatz zwischen den beiden großen Kommunalbauten direkt im Zentrum. All das verdanken wir eine Meisterschaft im Bauen, die anderswo in Mittelalter nicht und nie erreicht wurde. Weiter nach Urbino, der Hauptstadt des Herzogtums der Montefeltre und Heimat Raffaels und F. Barroccis. Der Herzogspalast, den wir besuchen, ist ein Wunderwerk der Renaissance, so wie die ganze Stadt als ein städtebaulicher Glücksfall bezeichnet werden muss. Sie breitet sich so wunderbar über ihre Hügel aus, ohne störende Moderne und ist wahre Augenfreude.
Todi, das antike Tuder, soll seinen Namen vom etruskischen Wort für Grenze her haben. Die Domkirche mit ihrer Romanik und einer Nachahmung des Jüngsten Gerichts aus der Sixtinischen Kapelle ist sehr sehenswert, wie auch der Platz vor der Kirche mit den alten kommunalen Turmbauten. Am Fuße des Stadthügels hat sich mit Santa Maria della Consolazione eine der schönsten Zentralbau-Architekturen der Renaissance erhalten und prägt trutzig und anmutig zugleich den gesamten Landstrich mit. Dem Tiber folgend gelangen wir in den Großraum Roms, zum Flughafen und nehmen den Abendflug nach Wien.
Alles anzeigen
 

Preistabelle

Termine & Preise

28.03.-04.04.2026 Doppelzimmer pro Person € 2.400,-
10.10.-17.10.2026 Doppelzimmer pro Person € 2.400,-
Einzelzimmerzuschlag € 350,-

Gut zu Wissen

Flugplan-, Hotel- und Programmänderungen bleiben vorbehalten!(F = Frühstück, A = Abendessen)

Teilnehmerzahl: 18 bis max. 24 Personen

Stornobedingungen

Stornovariante A

  • bis 30. Tag vor Reiseantritt 20%
  • ab 29. bis 15. Tag vor Reiseantritt 50%
  • ab 14. bis 4. Tag vor Reiseantritt 85%
  • ab 3. Tag (72 Std.) vor Reiseantritt undbei No-Show (siehe 7.1. lit. d) 100%des Reisepreises.
 
 
 
 

Buchung

Reisende
Erwachsene
Kinder
1. Kind
2. Kind
3. Kind
4. Kind
 
Aktuell sieht sich 0 weitere Person dieses Angebot an.