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KASTILIEN & EXTREMADURA | Eine Reise um Spaniens Mitte • Ruefa

KASTILIEN & EXTREMADURA | Eine Reise um Spaniens Mitte

Dauer 8 Nächte
ab € 2600
7

Die schönen Tage in Aranjuez … Sie mögen beginnen. Wer die Parks von Aranjuez, das Schloss von La Granja, den Escorial kennen lernen möchte, auf den Spuren von Karl V., seinem Sohn Phillip, oder von Cervantes wandeln möchte, sei auf dieser Reise willkommen. Don Quixote als eine der lebendigsten spanischen Fiktionen wird immer wieder unsere Reiseroute kreuzen. Wir lernen die Römer als Eroberer der Heimat der künftigen Conquistadoren kennen, die Herkunft und das historische Umfeld berühmter Heiliger (Isidro, Isidor, der Thereas von Avila). Diese Reise führt zu den faszinierendsten Kulturstätten in Spaniens Mitte.Die iberische Halbinsel ist ein Puzzle aus Großlandschaften, die sich grundlegend danach gliedern lassen, ob es sich um Gegenden handelt, welche dem Meer zugewandt sind oder nicht. Die Landstriche mit ausgedehnten Küstenstreifen haben von diesen immer wieder profitiert. Sie dienten als Sprungbretter zu Handel und Expansion. Das gilt für das Reich von Tartessos in der Antike, für das Baskenland des Mittelalters mit seinem Hochseefischfang und Handel, den katalanisch-aragonesischen Griff nach dem thyrrenischen Meer, für Portugals Expansion und Sonderweg in Richtung Übersee, und auch für die Machtposition, welche Andalusien als Haupthafenregion für den Handel und die Kontrolle der beiden Amerikas einnehmen konnte. Die beiden Kastilien, das alte und das neue, und die Extremadura fanden sich hingegen isoliert im Landesinneren, teilweise auch durch die starken Effekte des semiariden Klimas zerstückelt zusätzlich isoliert.Die Keltiberer dürften als ersten die einzelnen Landschaftskammern der Binnenräume erschlossen und zu einem überregionalen Netzwerk verbunden haben. Die Römer als Eroberer übernahmen viel, organisierten aber mancherorts neu. Moderne landwirtschaftliche Anbau- und Bewässerungsmethoden etablierten sich, der Hunger nach Bodenschätzen und Metallen gestaltete die Verkehrs- und Handelswege anders. In das von den Römern gestrickte Kostüm schlüpften die Westgoten, danach die islamischen Eroberer. Mit der Reconquista unter christlichen Fahnen wurde Iberiens Mitte zum Land der Grenzer. Die alten Städte bekamen Konkurrenz. Die kleinen Grafen und Dienstmänner errichteten, walteten und schalteten von Burgen und Burgorten aus. Die Kastelle Kastiliens entstanden. Nach der Wiedereroberung fehlte den vielen unter der Dynastie Trastámara, dann unter Habsburg geeinten Herrschaften die Mitte. Die Idee entstand, einen Burgort aufzuwerten und der iberischen Halbinsel ein Zentrum zu geben: Madrids Auftritt auf der Bühne in der Rolle als Hauptstadt. Alle diese Entwicklungen während unterschiedlicher Epochen sind aber noch in Raum und Landschaft präsent. Iberiens Mitte wirkt daher wie ein Tisch, auf den ein durchsichtiger Schleier nach dem anderen gelegt wurde. Jeder lässt das Muster des vorher gelegten durchscheinen und trägt gleichzeitig ein eigenes bei. Eine Komplexität, welche vielerorts von beeindruckender Schönheit begleitet wird.

 

Leistungen

  • Linienflüge Wien – Madrid mit Iberia in der Economy-Klasse
  • Rundreise im bequemen Reisebus
  • 8 Übernachtungen in zentralen 4* Hotels (Hotel SB Ópera Madrid, Parador Nacional Segovia, Hotel Artheus Salamanca, Hotel Santa Marta Trujillo – Hoteländerungen vorbehalten)
  • Verpflegung lt. Programm: 8x Frühstück
  • Besichtigungen und Eintritte laut Programm (El Escorial, Toledo ehem. Synagoge, Kathedrale, Santa-Cruz-Museum, Kapelle des Grafen Orgaz, La Granja, Kathedrale von Segovia, Santo Tomás Ávila, Universität Salamanca, Plasencia Kathedrale, Yuste, Museum Mérida, Kloster Guadalupe)
  • Audiosystem Quietvox
  • Elektronischer Unterlagenversand
  • Qualifizierte Studienreiseleitung: Dr. Gerfried Mandl (Änderungen vorbehalten!)
 

Reiseverlauf

Flug in der Früh von Wien nach Madrid Barrajas. Fahrt vom Flughafen an den Südrand der Sierra de Guardarrama. Hier entstand ein Traumpalast: Kloster, Archiv, Verwaltungszentrum, Residenz im Diesseits, Grablege und Warteraum der Dynastie für das Jenseits. Die Papstpaläste in Rom und Avignon mögen bei der Anlage Pate gestanden haben. Seinerseits als Vorbild diente der auf das Grillgitter des Heiligen Laurentz replizierende Komplex für Les Invalides in Paris und das unfertig gebliebene Klosterneuburg. Am Abend Fahrt ins Zentrum von Madrid und Übernachtung ebendort.
Fahrt in das Zentrum Neukastiliens, nach Toledo am Tajo. Toledo war seit den Anfängen das kirchliche Zentrum Spaniens, später wurde es die Hauptstadt des Westgotischen Reiches, als Madrid im 16. Jh. Hauptstadt wurde blieb Toledo dessen städtische Rivalin, im Tourismus letztlich bis heute. Toledo besticht durch seine Lage wie durch sein einmalig gut erhaltenes Stadtbild über einen Umlaufberg in einer Tajoschleife gelegt. Wir besichtigen die ehemalige Synagoge – heute als Santa María la Blanca bekannt - die Kathedrale, das Museum von Santa Cruz mit den Meisterwerken El Grecos und die auch von seiner Hand stammende Grablegung des Grafen Orgaz in einer der Kapellen der Kirche von Santo Tomé. Auf der Rückfahrt nach Madrid spazieren wir durch die Gärten von Aranjuez, welche den königlichen Sommerpalast wunderschön rahmen.
Ausführliche Besichtigung Madrids, welches zu den lebendigsten und schönsten Metropolen Europas zu zählen ist. El Madrid de los Austrias bezeichnet das Stadtzentrum, dessen mittelalterliches Straßengeflecht unter den spanischen Habsburgern neugestaltet wurde. Augenfälligstes Symbol dafür ist der neue Plan und Festplatz der Plaza Mayor. An das Stadtzentrum angelagert finden sich im Uhrzeigersinn das Viertel des Königspalastes mit der Kathedrale, die modernen Geschäftsstraßen im Umkreis der Puerta del Sol und die barocken Stadterweiterungen entlang der Achse des Prados. Heute ist der Name des ehemaligen ‚Praters‘, der von den Wiesen vor der Stadt herrührt, zum Synonym für eines der berühmtesten Museen der Welt geworden.
Wir verlassen Madrid und fahren in die Sierra de Guardarrama, das Scheidegebirge zwischen Neu- und Altkastilien. In den Bergen liegt der Sommerpalast La Granja, mit einem der schönsten Barock-Gärten Spaniens. Er beherbergt die königliche Tapisserien-Sammlung von Weltgeltung. Segovia gilt als eine der besonders pittoresken Burgstädte Spaniens. Das römische Aquädukt zieht sich heute noch besterhalten durch Alt- und Neustadt. Die Kathedrale und der Schlosskomplex auf dem Hügel bilden ein einzigartiges Ensemble, welches wir zuerst besuchen, dann auch aus der Weite von Westen her betrachten. Ein Spaziergang in die Hügel um Segovia erschließt uns eines der berühmten Fotomotive Spaniens. Übernachtung im lokalen Parador.
Im Laufe des Vormittags verlassen wir Segovia und fahren Richtung Westen, nach Ávila, welches zu den höchstgelegenen Städten Spaniens zählt. Ávila ist bis heute von der mittelalterlichen Stadtmauer umgeben. Wir besuchen die Kathedrale, die Basilika von San Vicente, das Kloster der Heiligen Teresa und das Monasterio de Santo Tomás, wo Juan, der für die Thronfolge zu früh verstorbene Sohn Ferdinands und Isabellas, in einer der ersten Renaissance-Grabanlagen Spaniens seine ewige Ruhe gefunden hat. Weiterfahrt in die Universitätsstadt Salamanca und Übernachtung ebendort.
Salamanca ist neben Alcalá die klassische Universitätsstadt Spaniens, übertrifft letztere aber an Ruhm und Bedeutung. Die Universität mit ihren Höfen und dem astronomischen Saal und der Komplex von alter und neuer Kathedrale sind einzigartig. In der Kirche de la Purísima hat sich eines der schönsten Altarretabel der iberischen Halbinsel erhalten, Juspe de Riberas Immacolada. Auch die Plaza Mayor und die Adelspaläste bilden mit Stadtvierteln oberhalb und entlang des Río Tormes ein besonders sehenswertes Altstadtensemble.
Von Salamanca Richtung Süden fahrend erreichen wir Plasencia, ein alter Bischofssitz. Der Chor der hiesigen Kathedrale gilt als besonders schöne und gelungene architektonische Lösung der spanischen Gotik. Östlich von Plasencia beginnt mit der Landschaft von La Vera eine Tallandschaft, welche grüner und fruchtbarer ist als die umliegenden Gebiete. Es wundert daher nicht, dass die Wahl für einen Rückzugsort durch Karl V. auf einen Ort in diesem Garten der Extremdura fiel, auf Yuste und das dortige Hieronymiter-Kloster. Es ist ein Kloster, aber die Teichanlagen, der Blick in die Landschaft und die Gärten lassen den Vergleich mit dem Rückzugsort und einer modernen Villa schnell aufkommen. Am Abend erreichen wir Trujillo, wo wir die nächsten Tage im pittoresken Stadtzentrum übernachten.
Augusta Emerita, das heutige Mérida, war einst das römische Zentrum des Südwestlichen Iberiens. Die Brücke und viele andere Überreste aus der römischen Kaiserzeit bereichern bis heute das Stadtbild. Das moderne archäologische Museum setzt einen modernen architektonischen Akzent und beinhaltet eine bedeutendsten archäologischen Sammlungen Spaniens. Am Nachmittag spazieren wird durch das gut erhaltene Altstadtensemble von Cáceres, welches sich durch seine vielen Adelspaläste auszeichnet.
Wir verlassen Trujillo und besuchen die Wallfahrtsort Guadalupe. Hier wirkt die Einsamkeit, die vielen Landschaften der Extremadura eigen, noch einmal stärker. Das Heiligtum der Schwarzen Madonna beherbergt die Schutzpatronin Spaniens und in den besuchbaren Teilen des Klosters sehenswerte Bilder Zurbarans. Auf der Fahrt nach Madrid Barrajas stoppen wir kurz beim römischen Tempel von Augustobriga, welcher vor einem der großen Staudammprojekte gerettet wurde. Abendflug nach Wien.
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Preistabelle

Termine & Preise

13.03. - 21.03.2027 Doppelzimmer pro Person € 2.770,-
17.04. - 25.04.2027 Doppelzimmer pro Person € 2.600,-
23.10. - 31.10.2027 Doppelzimmer pro Person € 2.620,-
Einzelzimmerzuschlag € 600,- ; € 580,- ; € 620,-

Gut zu Wissen

Flugplan-, Hotel- und Programmänderungen vorbehalten.(F=Frühstück, A=Abendessen)

Teilnehmerzahl: 15 bis max. 24 Personen

Stornobedingungen

Stornovariante A

  • bis 30. Tag vor Reiseantritt 20%
  • ab 29. bis 15. Tag vor Reiseantritt 50%
  • ab 14. bis 4. Tag vor Reiseantritt 85%
  • ab 3. Tag (72 Std.) vor Reiseantritt undbei No-Show (siehe 7.1. lit. d) 100%des Reisepreises.
 
 
 
 

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